Allgemeine Richtlinien

Ablauf

Wir treffen uns jeweils kurz vor 8.15 Uhr beim Schlössli Spielplatz Sattel, damit wir nach dem Verabschieden der Eltern gleich gemeinsam mit den Kindern zu unserem Waldplatz losmarschieren können. Wir verbringen insgesamt 3 Stunden in der Natur. Die Kinder haben alle einen Rucksack bei sich mit trockener Kleidung. Im Winter bitte Fingerhandschuhe und Fausthandschuhe mitgeben/anziehen, damit wird das Znüni-Essen gleich viel einfacher ohne frieren zu müssen. Bitte dem Kind zu jeder Jahreszeit eine angemessene Kopfbedeckung wie z.B. Sonnenhut, Kappe, etc. anziehen. (siehe Kleidertipps)

Wir nehmen uns genügend Zeit für den Weg bis zum Waldplatz. Da angekommen steht das Freispiel im Zentrum. Die Kinder können in dieser Zeit entdecken, erfinden, spielen, herumalbern, klettern, spüren, fühlen, riechen,  schmecken, üben, streiten, sich vertragen etc.

Im Laufe des Morgens nehmen wir gemeinsam unser Znüni ein, welches zwischendurch auch mal frisch zubereitet wird.

Um 11.15 Uhr treffen wir wieder beim Schlössli Spielplatz ein und übergeben die Kinder zurück in die Obhut der Eltern.

Ablösung

Oft ist es für das Spielgruppenkind das erste Mal, dass es von Mami oder Papi getrennt ist. Dieser Lernprozess ist für Kinder und Eltern nicht immer einfach zu bewältigen. Wir unterstützen das Kind und die Eltern, die Ablösung leichter zu gestalten.

Darum einige Tipps, wie Sie Ihr Kind im Prozess der Ablösung unterstützen können:

  • Das Kind frühzeitig auf den Spielgruppenbesuch vorbereiten. Oft vom Wald und seinen Bewohnern, vom Feuer, den anderen Kindern und dem gemeinsamen Znüni-Essen erzählen. Dem Kind auch erklären, dass Mami und Papi nicht mitkommen können, es aber mit anderen Kindern spielend die Natur erforschen darf. Vielleicht ist es sinnvoll, das Waldstück vorgängig zusammen mit dem Kind aufzusuchen oder unsere Aufenthaltsplätze und Lieblingsorte vom Kind zeigen zu lassen.
     

  • Die Haltung der Eltern spielt eine sehr grosse Rolle. Die Eltern sind innerlich überzeugt, dass das Kind diese Trennung bzw. den Spielgruppenmorgen meistern kann und trauen ihm dies zu. Die eigene Unsicherheit überträgt sich sehr oft auch auf die Kinder.
     

  • Weint oder „täubelet“ das Kind beim Losgehen (aus Trauer, Wut oder Angst), wird es den Moment geben, wo das Kind den Leiterinnen übergeben wird. Ist diese Entscheidung für diesen Schritt gefallen, ist es wichtig, zielstrebig nach Hause zu gehen. In den allermeisten Fällen meistert das Kind seine Trauer schon nach einigen Minuten, und verbringt anschliessend einen schönen Morgen im Wald.
     

  • Für Kinder mit Abschiedstrauer ist es einfacher, wenn wir sofort starten können. Aus diesem Grund bitten wir alle, die Verabschiedung bereits beim Parkplatz durchzuführen und das Kind rasch loszulassen. Auch darf dazu dem Kind ein Lieblings-Stofftier oder etwas ähnliches mitgegeben werden.
     

Schliesslich ist es unser Ziel, das jedes Kind sich in unserer Waldspielgruppe wohl fühlt und mit strahlenden und glücklichen Augen wieder nach Hause kommt. Wenn wir das Gefühl haben, dass sich das Kind im Wald nicht wohl fühlt oder die Ablösung zu früh stattfindet, werden wir die Eltern informieren.

Abmeldung

Bei Abwesenheit/Krankheit des Kindes bitte zwingend frühzeitig bei der Leitung abmelden, dies erleichtert uns die Planung für den Morgen und wir können pünktlich starten.

Anmeldung

 

Sofern es im laufenden Schuljahr freie Plätze hat, ist ein Einstieg in die Waldspielgruppe ab 2 1/2 Jahren bis zum grossen Kindergarten-Eintritt jederzeit möglich. Die Platzzahl ist beschränkt und die Anmeldungen werden nach deren Eingang berücksichtigt. Die Naturspielgruppe wird ab 4 Anmeldungen durchgeführt. Anmeldungen erfolgen direkt Online via «Anmeldung».

Ausrüstung

Das kommt mit in den Kinder-Rucksack:
 

  • ein Getränk (Wasser oder Tee) in einer robusten Flasche
     

  • Im Winter ein warmes Getränk in einer kleinen Thermosflasche
     

  • ein gesundes Znüni im Plastikböxli, welches das Kind selber leicht öffnen und schliessen kann
     

  • ein Plastiksack mit Wechselkleidern
     

  • für Wickelkinder eine Ersatzwindel und Feuchtreinigungstücher
     

  • Regenjacke und Hose, wenn diese nicht bereits am Körper sitzt

Austritt

Der Austritt auf Ende des Spielgruppenjahres erfolgt automatisch.

Während der Probezeit kann der Austritt bis zu den Herbstferien ohne Mehrkosten erfolgen. Es wird dann lediglich der Tagesansatz von CHF 30.- für die besuchten Morgen verrechnet. Ab da ist eine Kündigung während des Jahres schriftlich und auf Ende des Halbjahres möglich (per Ende Januar).

 

Erfolgt der Austritt früher, so ist der Beitrag für das laufende Halbjahr noch zu bezahlen, ausser der Platz kann durch ein neues Kind besetzt werden.

Beginn

 

Das Spielgruppenjahr beginnt nach den Sommerferien, das heisst ab der zweiten Woche nach Schulbeginn.  Das genaue Datum erfahren Sie mit der Anmeldebestätigung.

Ferien

 

Gemäss Ferienplan der Schule Sattel.

 

Fotos

 

Alle Fotos welche wir machen werden wir nur im geschützten Bereich veröffentlichen. Das Passwort dazu wird den Eltern abgegeben sobald erste Fotos aufgeschaltet sind.

Gesundheit

 

Wir verzichten auf das Pflücken und Sammeln von Beeren und Pilzen und essen nichts vom Wald um ein Infektions-Risiko durch den Fuchsbandwurm zu vermeiden.

 

Durch richtige Kleidung versuchen wir uns vor Zeckenbisse zu schützen.

Kleidertipps

 

Es ist wichtig, dass die Kinder im Sommer sowie im Winter für den Wald gut angezogen sind. Ganz nach dem Motto: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung.

 

Bitte alle Ersatzkleider im Plastiksack und im angeschriebenen Rucksäckli mitgeben.

 

Sommer - warmes und trockenes Wetter:

  • Auch im Sommer ziehen wir lange und leichte Hosen und ein langärmeliges T-Shirt an (Dornen, Brennnesseln, Zecken- und Insektenstiche etc.)
     

  • Gute, feste Wanderschuhe sind auch bei warmem Wetter sehr wichtig!
     

  • Im Sommer kann es am Morgen im Wald noch recht kühl und feucht sein. Bitte Pullover oder Faserpelzjacke und evtl. Regenhose und Regenjacke anziehen oder im Rucksäckli mitgeben.
     

Winter - kaltes und nasses Wetter:
 

  • Funktionsunterwäsche (langärmelige und langbeinige Thermowäsche oder Leggins, welche praktischer sind als Strumpfhosen (bei kalten und nassen Füssen kann man so schneller und einfacher Socken wechseln)
     

  • Warme Socken (am besten mehrere Schichten)
     

  • Pulli, Faserpelzjacke, mehrere Dünne Schichten
     

  • Hosen, mehrere Dünne Schichten (evtl. Trainerhosen)
     

  • Die äusserste Schicht sollte immer eine Regenhose und eine Regenjacke mit Kapuze sein (Gummikleider). Ein guter Regenschutz ist Gold wert! (Wind- und wasserabweisende Schutzschicht, locker sitzend, evtl. gefüttert)
     

  • Handschuhe: Dünne Fingerhandschuhe unter den dicken, warmen Fäustlingen, welche bis zum Ellbogen reichen (somit frieren wir auch beim Znüni nicht an die Finger)
     

  • Mütze ohrendeckend und gut sitzend. Sturmkappe (Mütze und Schal in einem) ist ideal und verrutscht viel weniger unter der Kapuze.
     

  • Halstuch oder Multifunktions-Schlauch, welcher über den Kopf gezogen wird (sitzt besser als ein loses Halstuch, gibt warm und stört nicht beim Spielen)
     

  • Hohe Schuhe: wasserdicht, warm gefüttert, locker sitzend (Gummistiefel bitte wenn möglich vermeiden, ausser sie sind gefüttert). Auch hier lohnt sich die Investition von guten Schuhen! Wer warme Füsse hat, dem wird auch sonst nicht so schnell kalt!

Kosten

Die Kosten für die Spielgruppe werden pro Semester verrechnet und betragen CHF 490.- (oder pro Jahr CHF 980.-) für jedes Kind. Dieser Betrag ist unabhängig von der Anwesenheit des Kindes zu bezahlen, das heisst, bezahlt wird der für das betreffende Kind freigehaltene Spielgruppenplatz.

 

Die Rechnungsstellung erfolgt nach dem Probemonat.

 

Ein Spielgruppenjahr entspricht ca. 38 Spielgruppen Halbtagen.

 

Bei Nichterscheinen nach erfolgter schriftlicher Bestätigung ist ein Unkostenbeitrag von CHF 50.- zu bezahlen.

 

 

Leiterinnen

 

Ab 8 Kindern befinden sich immer mind. 2 Leiterinnen mit der Kindergruppe im Wald.

Regeln

 

In unserer Waldspielgruppe gibt es ein paar wichtige Regeln. Vor allem betreffen diese den Umgang untereinander, mit Feuer, mit Stecken, mit Früchten und Pilzen aus dem Wald, mit unserem Werkzeug (Säge, Hammer, Schaufeln) etc. Wir lehren die Kinder folgende Regeln:
 

  • Umgang mit dem Feuer

    Beim Feuermachen helfen die Kinder mit. Sie dürfen auch anzünden, jedoch immer nur mit Hilfe der Leiterin, nie alleine. Wenn das Feuer brennt (und während dem Znüni), darf um die Feuerstelle nicht gerannt werden. Solange das Feuer brennt, halten sich die Kinder nur zusammen mit der Leiterin bei der Feuerstelle auf. Glühende Stecken bleiben über dem Feuer!
     
  • Umgang mit Stöcken, Ästen und Steinen

    Mit Stöcken/Ästen in der Hand wird nicht gekämpft und nicht gerannt. Diese werden so getragen, dass sich niemand verletzen kann (gegen Boden). Wir werfen keine Gegenstände blindlings oder gezielt auf Menschen oder Tiere.
     
  • Umgang mit dem Werkzeug

    Mit den Sägen, Hämmern und Schaufeln gehen wir sorgfältig um. Wir brauchen die Werkzeuge für die jeweilige Funktion. Wir hauen nicht mit den Werkzeugen auf Andere ein. Wir sägen nur auf vorgesehenen Holzstämmen.
     
  • Umgang mit Waldfrüchten / Pilzen

    In der Waldspielgruppe essen wir keine Waldfrüchte und Pilze. Wir überlassen diese den Waldtieren. Vor dem Znüni waschen wir uns die Hände.
     
  • Umgang mit der Natur

    Als Besucher und Gäste im Wald verhalten wir uns rücksichts- und respektvoll gegenüber der Natur und ihren Bewohnern. Wir töten keine Tiere und zerstören keine Tierbehausungen und wir gehen sorgfältig mit deren Lebensraum um. Pflanzen und Blätter zerstören wir nicht aus Freude, wenn wir etwas spielen oder basteln möchten, nehmen wir uns behutsam das benötigte Material.
    Es wird kein Müll im Wald zurückgelassen.
     
  • Umgang untereinander

    Alle sollen sich im Wald wohlfühlen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir auf uns aufpassen und lernen, miteinander umzugehen und Konflikte untereinander zu lösen (Sozialkompetenz).
    Dies wird am Anfang nur mit Hilfe der Leiterinnen möglich sein. Später werden diese immer mehr auch ohne. „Kämpfen“ im spielerischen Rahmen versucht zu lösen, vorausgesetzt, die am Spiel beteiligten Kinder sind sich einig. Wer nicht mehr mitspielen möchte, lernt „Stopp“ zu sagen. Die Leiterinnen begleiten die Kinder im Spiel.


Stopp – Regel

Wer nicht mehr mitspielen möchte, sagt „Stopp“, auch bei Konflikten. Die Spielgruppenleiterin darf bei folgenden Regeln "Stopp" sagen:
 

  • Die Kinder müssen immer in Sichtweite der Leiterinnen bleiben.
     

  • Es dürfen keine Beeren, Pilze oder Kräuter gegessen werden (Fuchsbandwurm, Gifte etc.).
     

  • Kein Plagen, Schlagen, Spucken oder Beissen der „Gspändli“.
     

  • Vorsicht am Feuer: es darf nicht mit brennenden Holzstöcken gespielt werden.
     

  • Respektvoller Umgang mit der gesamten Natur (Pflanzen, Pilze, Ameisenhaufen, Vogelnester, etc.)
     

Alle diese Regeln üben wir immer wieder, wenn sich die Situation ergibt. Das Ziel ist, dass alle sich im Wald und in der Gruppe wohlfühlen und Freude haben.

Versicherung

 

Die Kinder sind nicht durch die Waldspielgruppe versichert. Haftpflicht- und Unfallversicherung ist Sache der Eltern.

Bei Unklarheiten informieren Sie sich bitte vorgängig bei Ihrer Versicherung.

Wetter

 

Bei Sturmwarnungen oder Gewitter wird der Spielgruppenmorgen nicht im Wald durchgeführt.

Entweder wird ein Ersatzprogramm gefunden oder der Morgen wird ersatzlos abgesagt.

Informationen dazu werden spätestens am Morgen des Spielgruppenbesuches per Telefonkette / Gruppen Nachricht bekanntgegeben.

 

Windeln

 

Auch Kinder welche noch nicht ganz trocken sind und noch Windeln tragen sind in der Waldspielgruppe willkommen.

Bitte Ersatzwindel mit Feuchttüchern im Rucksack mitgeben.

Zecken

Ausführliche Informationen über Zecken:

http://www.zecke.ch

 

Einen sicheren Schutz vor Zecken gibt es nicht. Aber man kann dennoch einiges tun um Zeckenstiche zu vermeiden:
 

  • Auf die richtige Kleidung achten. Geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und lange Hosen tragen. Da Zecken hauptsächlich im Unterholz und an Gräsern sitzen, ist es sinnvoll, die Socken über die Hosenbeine zu ziehen. Helle Kleidung ist günstiger als dunkle, da man Zecken darauf gut erkennen und noch vor einem Stich entfernen kann.
     

  • Nach einem Besuch im Freien in einem Zeckengebiet sollte man den ganzen Körper nach Zecken absuchen. Zecken suchen sich erst eine geeignete Stelle bevor sie stechen und krabbeln meist eine Zeitlang am Körper entlang. Zecken bevorzugen dünne und warme Hautstellen, deshalb sollte man sich unter den Armen, in den Kniekehlen, am Hals, auf dem Kopf (vor allem bei Kindern) und im Schritt besonders gründlich auf Zecken untersuchen.

  • Insektenabweisende Mittel verwenden. Diese helfen zumindest eine Weile. Aber auch sie stellen keinesfalls einen sicheren Schutz vor Zecken dar.

Znüni

Im Rucksäckli bringen die Kinder ihr eigenes, ungesüsstes Znüni mit. Früchte und Gemüsestängelchen mit Vollkornkräcker (Darvida etc.) sind eine hervorragende Alternative zu Weggli, Gipfeli oder Chips.

Diese sollten in einer kleinen Plastikbox gut und sicher verpackt sein.

Als Getränk geben Sie dem Kind bitte Wasser oder ungesüssten Tee in einer kleinen Trink- oder Petflasche mit. Die Behälter sollten bruchsicher und gut verschliessbar sein.

 

Bei bekannten Problemen oder Allergien auf gewisse Lebensmittel sind wir auf Ihre Information sowie Hilfe angewiesen. Danke!